| Neu im Kino - 01.09.2010 |
London Nights - Regie: Alexis Dos Santos - Kurzkritik
Auf seinem Weg von Spanien nach London wacht Axl
jede Nacht in einem anderen Bett mit einer anderen Frau auf. Der 20-Jährige
möchte auf der Insel seinen Vater wieder finden, der seine Mutter alleine
ließ, als er drei war. Anthony, der vom Fallschirmspringen träumt, und seine
Freundin Hannah nehmen sich seiner an, in einem besetzten Haus mit bunt
zusammengewürfelten Bewohnern, die sich allesamt künstlerisch austoben. In
einem Maklerbüro dann spürt Axl seinen Vater auf. Unter dem Vorwand, eine
Wohnung mieten zu wollen, versucht er ihm unerkannt nahezukommen, um zu
verstehen, warum dieser seine kleine Familie in Spanien sitzen ließ. Er lernt
auch Vera kennen, eine Belgierin, die über ihre letzte Beziehung
hinwegzukommen versucht, indem sie sich mit einem Kerl nur unter einer
Bedingung trifft : keine Namen, keine persönlichen Details – eine Romanze von
einer Verabredung zur nächsten. „London Nights“ heißt der erste abendfüllende
Spielfilm des Argentiniers Alexis Dos Santos, in dem diese Geschichten
äußerst stimmungs- und liebevoll miteinander verflochten werden. Ein
wunderbarer Soundtrack, ein prächtig unprätentiös aufspielendes
Darstellerensemble sowie exzellente
Kameraführung unterstreichen die sehr zarte, teils melancholische, teils
humorvolle Erzählung.