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CD - 24.08.2010

Altes in neuem Gewand

Sting: Symphonicities - Kurzkritik

Pop meets Classic ist an sich nicht neu. Und erst recht spannend oder gar uneingeschränkt hörenswert wurde es die letzten Jahre bei unter diesem Genre subsumierbaren CD-Veröffentlichungen fast nie. Anders sieht es erwartungsgemäß aus, wenn Sting mit dem Royal Philharmonic Orchestra zusammentrifft, das bereits für Poparrangements u.a. von Pink Floyd, Queen und ABBA verantwortlich zeichnet. Außer bei „An Englishman In New York“, was noch am originalgetreusten wirkt, ist das Album „Symphonicities“ eine wahrhaft lohnenswerte Entdeckungsreise, Stings alten Ohrwürmern steht das neue akustische Gewand durchweg mehr als gut zu Gesicht. Die klassische musikalische Umgebung unterstreicht das Romantische und das Balladeske. Hits, die man glaubte schon fast gar nicht mehr hören zu wollen, weil sie so infl ationär selbst von vielen Dudelfunksendern rauf- und runtergespielt worden waren, Songs wie „Russians“, „Whenever I Say Your Name“ oder „Roxanne“ off enbaren dank der sanft en Begleitung der Streichinstrumente bisher verkannte Tiefen und bestechen mit originären Wendungen. Der Name des Albums ist übrigens eine Anspielung auf „Synchronicity“, der bekannten Platte von Stings ehemaliger Band „Th e Police“. So dass man die neue CD quasi als eine Art Bilanz betrachten könnte, wären hier nicht „nur“ zwölf Lieder aufgefrischt. Aber ein gutes Projekt kann ja durchaus alsbald einen Nachschlag erfahren.