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| Adventskalender - 24. Dezember 2011 |
Der Preis des Tages: Ganz besonderer Weihnachtsbaumschmuck
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In diesen Wochen sind nicht nur Touristen in
Forchheim allabendlich in gespannter Vorfreude, wenn das Weihnachtsengelchen
auf den Plan tritt. Denn erst dann öffnen sich am Rathaus mit seinem
beeindruckenden Fachwerk aus dem 15. Jahrhundert nach und nach die Fenster,
hinter denen sich weihnachtliche Motive verbergen.
Zu Füßen dieses riesigen Adventskalenders
liegt der Weihnachtsmarkt,
und der lockt natürlich mit Glühwein,
Leckereien und Christbaumschmuck:
Strohsterne, Lametta, Kunstschnee und
verschiedenste Kugeln. An einem Stand
jedoch steht ein überdimensionales Einmachglas
– randvoll mit gläsernen Gurken.
Seit 30 Jahren stellt Gernot Weigelt
mit Hilfe von Formen, die bereits seine
Großeltern im Einsatz hatten, unter
anderem auch Gurken aus Glas her.
Zahlreiche Amerikaner halten es nicht
zuletzt wegen entsprechender Reiseführereinträge
für einen alten deutschen
Brauch, dass Gemüse im Geäst eines
Weihnachtsbaums versteckt werde. Welches
Kind bei der Bescherung aus einiger
Entfernung als Erstes die grüne Gurke
inmitten der sinnigerweise gleichfarbigen
Tannennadeln findet, dürfe die Geschenke
als Erster öffnen.
Warum der „Christmas Pickle“ für eine
hiesige Tradition gehalten wird, erklärt
Glasbläser Weigelt mit einer Bürgerkriegsgeschichte
aus Übersee: Ein deutscher
Soldat sei im Gefecht schwer verletzt
worden. Auf dem Sterbebett habe er
sich nichts sehnlicher gewünscht als eine
saure Gurke. Die hat man ihm besorgt,
der Mann wurde gesund – so mauserte
sich die Gurke zum Glücksbringer.
In diesen Wochen sind nicht nur Touristen in Forchheim allabendlich in
gespannter Vorfreude, wenn das Weihnachtsengelchen
auf den Plan tritt. Denn erst dann öffnen sich am Rathaus mit seinem
beeindruckenden Fachwerk aus dem 15. Jahrhundert nach und nach die Fenster,
hinter denen sich weihnachtliche Motive verbergen.
Was viele nicht (mehr) wissen: Im 19.
Jahrhundert bis in die 30er Jahre des 20.
Jahrhunderts schmückte man in Deutschland
tatsächlich Weihnachtsbäume mit
vielen skurrilen Glasformen, darunter
verschiedenste Gemüse: Möhren, Mais,
Erbsenschoten, Tomaten, Knoblauch, sogar
profane Kartoffeln. „Früher hatte
man kein Geld, um echte Früchte an den
Baum zu hängen, so sind die Glasfrüchte
entstanden. Die Weihnachtsgurke gibt es
schon seit 1900.“ Erstmals wurde sie wohl
im thüringischen Lauscha hergestellt.
1597 gab es dort bereits eine Glashütte,
bis 1939 entstanden in der Gegend rund
5.000 verschiedene Formen. Und es ist
wohl auch ein altes Zertifikat mit dem
Lauscha-Stempel, den der US-Fachhandel
hochhält, wenn es um die „deutsche“
Tradition der Weihnachtsgurke geht.
Auf ihm soll der Bescherungsablauf genau
beschrieben sein. Als gesichert gilt
jedoch nur, dass thüringische Glasgurken
und anderer Glasschmuck schon
im 19. Jahrhundert von der Firma Woolworth
in den USA angeboten wurden.
Wir verlosen drei Handwerkskunst-Gurken aus der Schmiede von Glasbläser Weigelt
- alle Preise unserer großen Weihnachtsverlosung 2011 werden nach und nach auf unserer Startseite im Adventskalender aufgedeckt - die vollständigen Spielregeln finden Sie hier - und den Clip des Tages aus unserer diesjährigen Adventsaktion Lieder gegen Krieg, gegen Rassismus, für mehr soziale Gerechtigkeit, gegen staatliche Repression und oder zu ähnlich ambitionierten Themen - namentlich "Always Look on the Bright Side of Life" von Monty Python (zum Schluss der Aktion ein optimistischer Kontrapunkt ;-) finden Sie hier - bei Facebook laden wir Sie übrigens gemeinsam mit unserem Bamberger Printmagazinableger das ZOB herzlich ein, hierzu auch Ihre Stimme abzugeben: kurzum Ihre anspruchsvollsten Lieblingssongs zu voten..