| Advent 2009 - 8. Türchen - Geschenketest |
Wenn der Sessel nicht nur um besser zu hören immer näher zum Fernseher gerückt wird oder beim Lesen die Buchstaben nicht mehr entzifferbar sind, wollen nicht nur für Senioren diverse Produkte der Marke Eschenbach Abhilfe schaffen. Wir haben die so genannte TV-Vergrößerungsbrille sowie eine Segmenthellfeldlupe getestet und verraten Ihnen, ob Sie Ihren Eltern oder Großeltern damit ungetrübte Freude bereiten oder etwaige eigene Sehschwächen geschickt ausgleichen können.
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Erkennen Sie auch den Ball nicht mehr beim Fußballschauen im TV oder kommen Ihnen Gesichter am Bildschirm verschwommen vor? Dann haben Sie mehrere Möglichkeiten: Sie rutschen näher an ihr Gerät , besorgen sich einen größeren Fernsehapparat, lassen beim Optiker gründlich Ihre Augen checken und neue Brillen verschreiben oder sie greifen zu einer speziellen TV-Vergrößerungsbrille - von Eschenbach verspricht das Produkt "Max TV" Abhilfe "im modernen Design". Die diversen Brillenträger bei uns in der Redaktion, wie auch Menschen in unserem privaten Umfeld haben sich das etwa 80 Euro teure Teil genauer angeschaut. das in einem weichen und doch stabilen Stoffetui mit Reißverschluss ausgeliefert wird. Auf dem Brillengestell sind zwei Linsen angebracht, die das Gegenüber - wenn man die Brille aufsetzt – mindestens zum Schmunzeln bringen. Mit solch riesengroßen Augen kann man perfekt kleine Kinder erschrecken. Auch mag man sich fürchten, an sonnigen Tagen die Brillen offen herumzuliegen zu lassen - Stichwort Ent-flammungsgefahr. OK, das klingt fies - sagen wir einfach, jemandem ins Gesicht zu blicken, der eine "Max TV"-Brille trägt, das sieht komisch aus. Und dabei ist die Vergrößerungsbrille nur auf diejenigen zugeschnitten, deren Augen +/- 3 Dioptrien Werte aufweisen. Alle die schlimmer leiden, werden zwar größer als ohne Sehhilfe sehen, aber auch ziemlich unscharf. Für alle aber die sich nicht um Dritte scheren, und denen mit +/- 3 geholfen ist werden sich ebenso über die Robustheit der Brille wie auch über das leichte Handling und vor allem das Resultat freuen: An jedem Bügel findet sich ein kleines Drehrad, die unabhängig von einander justiert werden können - das TV-Bild vergrößert sich tatsächlich aufs Doppelte! Doch wenn Sie sich dann versuchen anderswo im Zimmer zu orientieren und die Brillen auflassen, kann es Ihnen leicht schwindlig werden, einer unserer Probanten - ein knapp Vierzigjähriger - kam gar ins Stolpern.
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FAZIT: MaxTV ist in jeden Fall eine Seherleichterung, wenngleich wir über die Definition von gelungenem Design, wie der Hersteller und auch Anbieter seniorenland.de es preisen, eine ganz andere Vorstellung haben. Die Brillen sind mit 49 Gramm erfreulich leicht und man kann sie bei Bedarf mit den mitgelieferten Bügelenden zusätzlich sicherer am Kopf festhalten - solange ihr Kopfumfang ca. 55 cm nicht übersteigt.
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Aber mal weg vom Fernsehen! Menschen mit Sehschwierigkeiten greifen im Alltag oft auch zu einer Leselupe, etwa um Postkarten – jetzt in der Vorweihnachtszeit soll es ja Menschen geben, die auch etwas Handgeschriebenes in die Welt versenden - zu entziffern. Zitterfreie Hände sowie gute Lichtverhältnisse sind dann bekanntlich von Vorteil. Ein weiteres Produkt aus dem Hause Eschenbach welches ebenfalls bei seniorland.de angepriesen wird, nennt sich "Segmenthellfeldlupe Makrolux" und will neue Maßstäbe setzen. Der "Clou": in die Lupe, die 2,2-fach vergrößert, ist eine LED-Beleuchtung integriert. Das handliche leichte Gerät ist 9 x 3,5 x 7 cm groß, lässt sich mit dem flachen Boden auf eine ebene Grundlage stellen und relativ bequem schieben, die batteriebetriebene Leuchte ist natürlich wahlweise abschaltbar. Auch wenn die Lichtquelle sehr gut ist, Makrolux selbst ist nur für kleine Texte – eben wie Postkarten, Anzeigen oder ähnliches – geeignet, insbesondere bei Buchlektüre erschien uns die ganze Hin- und Herschieberei stressiger, als im puren Schein einer klassischen Leselampe. Zudem "wölben" sich aufgrund der Bauart der Lupe Anfang und Ende der Zeilen, über die man das Hilfsgerät gerade bewegt, was den Lesefluss nochmals stört.
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FAZIT: Im Unterschied zu herkömmlichen Leselupen ist die hier integrierte Beleuchtung natürlich ein wirklicher Pluspunkt. Auch, dass man Makrolux
direkt auf dem Papier verschieben kann und dadurch eine etwaige Zittrigkeit - wenn überhaupt - eine deutlich geringere Auswirkung hat, überzeugt. Das Handling indes fanden wir viel zu anstrengend, außer vielleicht Sie nutzen das Teil primär zur Zeitungslektüre deren Spalten die Breite des Lesefeldes haben. Aber vor allem gemessen an einem Preis von etwas über 100 Euro - inklusive der drei benötigten Batterien (Typ AA) - erscheint uns dieses Produkt alles andere als empfehlenswert.zurück zum bzw. weiter mit Trüffelkandidat Nummer 6 - einfach auf den LINK klicken ;-)
Red.
Legende der Punktwertungen:
=
schlichtweg herausragend
= empfehlenswert
=
interessant
= zwiespältig
= ziemlich mau
= grausam