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Advent 2009 - 9. Türchen - Geschenketest

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Die Sonne auf dem Rücken

Wer oft tagelang durch die Natur wandert, kennt das Problem, dass nicht immer die nötige Energiequelle - etwa eine Steckdose um Handys aufzuladen - aufzutreiben ist. Nun mögen Sie sagen, mal ohne Handy kann auch richtig nett sein - vielleicht ist es dann bei Ihnen aber das GPS-Gerät, die Kamera oder der MP3-Spieler, denen immer wieder der Saft ausgeht. Abhilfe wollen flexible Sonnenakkus, die überall mitgenommen werden können, bieten. Wir haben ein solch rollbares Solarmodul für Sie getestet.

Solarzellen auf Hausdächern oder gar riesige Anlegen auf Feldern kennt man. Aber Sonnenakkus, die man mit in den Urlaub nehmen kann, und zwar dorthin, wo sich kein Pauschaltourist verirrt, ist außerhalb von Taschenrechnern doch noch etwas Ungewöhnliches. Erstrecht, dass sich eine zirka 35x90 Zentimeter lange Energiequelle herrlich flexibel wie sie ist, bequem zusammenrollen kann, und Sie so dank umweltfreundlichster Energie auch in der Wildnis nicht auf Musik verzichten müssen. Das Produkt das dies und anderes verspricht, heißt Sunpack ion+ und ist ein 770 g leichtes, kompaktes und zusammenrollbares Solarladegerät für tragbare Elektrogeräte, wie zum Beispiel Handys und Satellitentelefone, PDAs, GPS-Geräte, MP3-Player und Digitalkameras. Dieses Set enthält eine integrierte Li-Ionen Batterie, die die tagsüber angesammelte Energie für dunkle Stunden speichert. In zusammengerolltem Zustand ist das Produkt aus dem Hause Flexcell gar nur 35 cm lang, bei einem Durchmesser von knapp 6 cm. Ausgerollt kann man das schön violett schimmernde sunpack übrigens auch an den Rucksack hängen und im Spazierengehen laden - wenn’s nicht gerade regnet, denn der Energiespender ist zwar wasserresistent (wurde speziell für den Einsatz bei Boote und Yachten konzipiert), sollte aber auch nicht unnötig für lange Zeit im Regen bleiben. Damit das leichte Teil nicht von starkem Wind weggeweht wird, kann man das Solarmodul mittels seiner Ösen an den Ecken festbinden. Auf der einen Geräteseite gibt es einen kleinen Knopf, drückt man darauf leuchtet ein kleines Licht rot, gelb oder grün - analog einer Ampel weiß man dann grob, wie beladen der Akku ist. Auf der anderen Seite findet sich eine Zigarettenanzünderbüchse. Dort wird ein mitgelieferter CLA–Adaptor eingeklinkt, in den dann wiederum jeder der angeblich insgesamt 13 mitgelieferten Endgerätekuppler (in einem original verschweißten Etui fanden sich bei uns nur lose zehn solcher Plastiksteckerchen, und da war denn nichts Passendes für Siemens- oder Motoola-Handys dabei; und nichts für Geräte mit Standart-USB-Anschluss, wie ihn viele MP3-Player aufweisen - geschweige denn, dass das sunpack selbst, wie in den technischen Daten der Solarbag-Shop angegeben, über eine USB- Anschlussbuchse verfügt) passt und dann diverse Stromfresser mit Saft versorgt, egal ob das Solarmodul (35 Wh Kapazität) dabei gerollt und entrollt ist.

Das Laden der Sonnenakkus selber dauert je nach Wetterbedingungen 5 bis 8 Stunden. In den aktuell winterlich düsteren und regnerischen Tagen zog das Solarmodul in diesem Zeitrahmen genug Kraft von der Sonne, um mit eigenen Zwischensteckmodulen unsere Handys, die fast vollends entladen waren, mit Energie zu versorgen und danach immer noch grün zu leuchten. Für alle die es genau wissen wollen, noch ein paar detaillierte Zahlen: 2 Amp Ausgangsstrom (max. 4 Amp), 12-16.8 V Ausgangsspannung, 2.4 Ah Batterie-Kapazität - ausgehend von einer Batteriekapazität von 600 mAh bei einfachen Mobiltelefonakkus sollten demnach vier Geräte nacheinander vollends aufladbar sein. Jedoch schon während des dritten Ladevorgangs schrie das sunpack nach sattem Tageslicht.

FAZIT: Abgesehen von der schönen Idee, Sonnenenergie nicht nur in großen Maßstäben nutzen zu können, dachten wir bei einem Produkt dieser Preiskategorie - knapp 225 Euro! - , dass es eigentlich auch möglich sein sollte, ein Netbook zum Laufen zu bringen. Das ist leider generell nicht der Fall. Ebenfalls unmöglich: mehrere Geräte gleichzeitig laden. Günstigere Weiterentwicklungen werden sicherlich für breitere Käuferschichten interessant sein.

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Red.

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