| Advent 2009 - 11. Türchen - Geschenketest |
Wer lässt sich nicht hin und wieder oder gar noch viel öfter mit Musik berieseln? So sind Kopfhörer ein unabdingbarer Gegenstand geworden, sei es bei endlos langen Bahnfahrten, beim Joggen oder auch nur um sich demonstrativ von den anderen abzugrenzen. Bekanntermaßen gibt es Kopfhörer für die allerunterschiedlichsten Geschmäcker. Mützen mit Lautsprechern indes hatten wir bisher weder gesehen noch gehört. Wir haben für Sie den iLogic Sound Hat getestet.
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Auf dem ersten Blick sieht die Mütze, die in schwarz, weiß oder
pink erhältlich ist, recht unspektakulär aus. Eine ähnliche "Bauweise" wird
seit Jahren von Mädchen wie
Jungen an kalten Tagen zuhauf getragen. Dass von der Mütze ein Kabel
baumelt, an dem ein MP3-Player, ein Miniradio oder ähnliches Tongerät anschließbar ist, sorgt auch nicht für
erstaunte Blicke, denn wenn man keine kalten Ohren haben oder Puschel-Kopfhörer tragen möchte, steckt
man halt die Stöpsel unter eine warme Kopfbedeckung.
Allerdings braucht man bei dieser besonderen Mütze gar keine wie auch immer
gearteten Kopfhörer mehr! Da
freuen sich zumindest theoretisch diejenigen, deren Ohrmuscheln nicht für diese
gemeinhin harten und unbequemen
Dinger gemacht sind - denn wie der Name
iLogic Sound andeutet, hat diese Mütze an ihren Seiten zwei eingebaute Lautsprecher.
Diese sind auch beim Aufsetzen kaum zu spüren, sehr ordentlich im weichen Fleece versteckt. Die
Handhabung ist babyleicht: das knapp ein Meter lange Kabel ist an ein
beliebiges
Abspielgerät mit Kopfhörerbuchse (3,5 mm Klinkenstecker) anzuschließen - und
fertig. Dass wenn man die Mütze etwa in einem warmen Zug irgendwann absetzt,
man nichts mehr
auf die Ohren kriegt, erklärt sich wohl von selbst.
Der wirkliche Schwachpunkt dieses Produkts lauert anderweitig. Die warmen Mützen
vom Onlineshop sowaswillichauch gibt es nur in einer Standartgröße: Großkopferte
aka ausgewachsene Männerschädel passen nicht hinein! Bei der Produktbezeichnung steht
zudem, dass die
eingebauten Lautsprecher direkt über den Ohren angebracht seien. Bei unserem
zweiten Probanden, einer 39-jährigen mit einer nun alles andere als großen
Kopfform oder irgendwie besonders auffallenden Ohren saßen sie nicht über
sondern neben und zwar genau vor den Ohren. Die Tonqualität indes ist für ein
solches Unterwegsprodukt gut; es ist zudem ein wirklich angenehmes Gefühl,
dass die Stöpsel nicht herausrutschen können, wenn man den Kopf gerade
etwas scharf bewegt. Der Hersteller behauptet, es würde kein Ton nach außen
dringen, auch wenn ein Gegenüber seine Hörgeräte voll aufdrehen würde. Wir
haben eine ganz andere Erfahrung gemacht: Selbst bei halber Lautstärke zweier
handelsüblicher Geräte - ein MP3-Spieler und ein Miniradio - hörte unsere
Umgebung auf zwei Metern Entfernung noch ausgiebig mit. Da die Musikmütze aus
100% Polyester ist, kann sie eigentlich gut mit der Hand gewaschen werden.
Die Lautsprecher sollten vorher natürlich entfernt werden. Allerdings sahen
wir keine andere Möglichkeit, als dazu an der Innenseite zwei kleine
Einschnitte zu machen und diese dann später wieder zuzunähen. Vielleicht ist
daher wenn es um die Farbauswahl geht, schwarz am ratsamsten - da sieht man
nicht gleich jeden Dreckspritzer und man kann aufs Waschen des Accessoires
gleich ganz verzichten.
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FAZIT: Der
iLogic Sound Hat ist an und für sich eine ganz nette Geschichte, und 20,- Euro wären absolut angemessen, wenn die Hersteller bis Ende gedacht hätten: sei es wenigstens zwei, drei unterschiedliche Größen anzubieten, eine bessere Möglichkeit einzutüfteln, die Kopfhörer vor dem Waschen der Mütze zu entfernen, ohne das Teil aufschneiden zu müssen, oder eben eine bessere Abschirmung der Umwelt vor der eigenen Musik.zurück zum bzw. weiter mit Trüffelkandidat Nummer 9 - einfach auf den LINK klicken ;-)
Red.
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