| Advent 2009 - 13. Türchen - Geschenketest |
Es soll Leute geben, die befürchten in einem Schlafsack klaustrophobische Anfälle - wegen dem eingeengt sein. Und es gibt fraglos viele Menschen, die beim Zelten in der Nacht etwa kurz aufstehen wollen, um noch ein Stück Holz ins Feuer zu geben, oder Sachen vor plötzlichem Unwetter zu schützen, und dafür bisher widerwillig aus der molligen Wärme ihres Schlafsacks heraus kriechen mussten. Ein System mit Armen und Beinen will hier Abhilfe schaffen - wir haben für Sie einen Musucbag getestet.
![]() |
Zusammengerollt sieht das Teil aus wie ein ganz normaler Schlafsack - je
nach Ausführung (aka Größe) quietschgelb oder so blau wie hier im Bild.
Der so genannte Musucbag ist aber alles andere als gewöhnlich - hat es
sprichwörtlich in sich: er hat Arme und Beine und der Nutzer kann ihn somit
ähnlich wie einen Skianzug anziehen. Man sieht darin zwar ziemlich lustig aus
– je nach eigener Statur und je nach der Größe des Sacks wie ein Bär – hat
aber nahezu absolute Bewegungsfreiheit, sowohl beim Schlafen als auch bei
Aktivitäten im Wachtzustand. Es ist kein Problem, mal kurz beim Campen
aufzustehen, im Musucbag am Tisch in einer Hütte zu hocken, oder bequem noch
was zu lesen, weil die Arme eben nicht kalt werden dabei. Unser Testobjekt
lautete auf Größe L, prädestiniert für Erwachsene zwischen 170 und 190
Zentimetern. Der vordere Teil des äußerst innovativen Schlafsacks ist dank
mit von innen und außen "bedienbaren" Reißverschlüssen komplett aufklappbar,
so dass man recht leicht hineinsteigt. Die Kniebereiche verfügen zudem über
ein eingesetztes schmales Netzteil, ebenfalls mit Zipper, und auch die Finger
lassen sich aus einem Musucbag heraus- strecken dank solcher Reisverschlüsse.
Die Innenseite des Brustteils hat eine winzige Tasche, wo man z. B. ein
Taschentuch deponieren kann. Die Fußenden sind mit Anti-Rutsch Sohlen
versehen. Und wie alle ernsthaften Schlafsäcke, besitzt auch der Musucbag
eine Kapuze. Unser Kollege, der das Teil testete, hätte theoretisch in seiner
Aufmachung auch am Computer arbeiten können, wäre es ihm nicht zu warm darin
gewesen.
Kurz noch zu den technischen Daten des mobilen Schlafsacks: Der Musucbag
besteht aus Nylon und ist mit Mikrofaserfütterung gefüllt. Zusammengerollt
wiegt das Teil ca. 2 kg und ist für Temperaturen von knapp über dem
Gefrierpunkt gedacht. Noch bei -13°C soll darin Überleben möglich sein, wir
gestehen, dies auszutesten waren sich alle Redaktionsmitglieder zu bequem.
Die Erwachsenenmodelle reichen von Größe M bis XL, d.h. für Menschen, die
zwischen 155 bis 210 Zentimeter messen. Für Kinder indes stehen K1 und K2 von
125 bis 155 cm zur verfügung, in insgesamt fünf verschiedenen
Farbausführungen. Die Erfindung geht übrigens auf den Chilenischen Produkt-
und Grafikdesigner Rodrigo Alonso Schramm zurück.
|
|
FAZIT:
Der Schlafsack mit Armen und Beinen von der Münchner Firma sportspartners bietet sehr viel Bewegungsfreiheit, man wälzt sich nicht in ihm, sondern mit ihm - von Beengung keine Spur, auch Gegenstände sind einfach zu greifen. Rund 100 Euro - je nach Größe - finden wir für eine solche Ganzkörperdaune durchaus angemessen.zurück zum bzw. weiter mit der Gewinnspielliste des Tages - einfach auf den LINK klicken ;-)
Red.
Legende der Punktwertungen:
=
schlichtweg herausragend
= empfehlenswert
=
interessant
= zwiespältig
= ziemlich mau
= grausam