| Advent 2009 - 20. Türchen - Geschenketest |
Trotz vieler verbreiteter technischer Spielereien - so etwas kennt man auch heute noch gemeinhin nur aus Agentenfilmen: Schlaue Aufnahmetechnik, versteckt in harmlosen Alltagsgegenständen. Mit Eagle-i soll nun aber eben jeder Filmchen drehen können, ohne dabei ertappt zu werden. Wir haben die Brillenkamera für sie getestet.
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Einer unserer Kollegen stolziert mit einer schwarzen Sonnenbrille im Büro
herum. Das irritiert natürlich ein wenig, weil es in dieser Jahreszeit auch
in unseren mit relativ vielen Fenstern ausgestatteten Büroräumen doch nicht
so sonnig ist und es außerdem auch nicht so recht zu jenem Mitarbeiter passt,
in Gebäuden mit abgeschirmten Augen herum zu laufen. Später an seinem PC
offenbart er seine detektivische Beute: Auf dem Bildschirm sind vertraute
Gesichter zu sehen, und bekannt klingende Gesprächsfetzen zu hören. Seine
Brille hat die ganze Zeit aufgezeichnet, ohne ihn zu verraten. Es blinkte
kein rotes Lämpchen oder ähnliches. Als er die Brille nun herumzeigt, fällt
auf, dass die Bügel dreifach so dick sind, wie bei einem herkömmlichen Modell
wenn man nicht gerade wie "Heino" durch die Welt stolpert. Die winzige Kamera
befindet sich genau in der Mitte zwischen den beiden Gläsern der
Sonnenbrille. Die Bügel beherbergen die entsprechende Elektronik sowie eine
USB-Mini-Buchse, über die die Aufnahmen dann auf einen Computer überspielt
werden können. Ein passendes USB 2.0 Kabel wird mitgeliefert, wie auch ein
Ladegerät, ein Brillenputztuch, eine Gebrauchsanweisung sowie ein recht
stabiles Brillenetui. Eagle-i – auf Deutsch Adlerauge – nennt sich diese
Kamerabrille, die eine Auflösung von 736 x 480 bietet, einen internen 2GB
Speicher aufweist und optional zusätzlich eine Support TF/Micro SD Karte bis
max. 8GB beherbergen und füllen kann. Die Videodaten selbst werden im AVI-
Format gesichert. Auf einem Bügel hat de Brille zwei unscheinbare Knöpfe -
einen zum Ein- und Ausschalten, den anderen um Aufnahmen zu starten oder zu
stoppen.
Die Idee an sich, sich freihändig bewegen zu können und gleichzeitig
Bewegtbildaufnahmen mit Ton zu machen, erscheint uns vor allem fernab von
"Geheimaufnahmen" erst richtig sympathisch. Z. B. beim Bergebeklettern,
Radfahren oder Leute die ihre ganz privaten zwischenmenschlichen Begegnungen
gegenseitig archivieren wollen - man weiß ja nie. Vielleicht können aber auch
Journalisten oder Wirtschaftsspione von der Hobbyversion von
Agentenausrüstungen bei verdeckten Recherchen profitieren. Dumm nur, dass die
Kamera nicht wirklich das aufnimmt, was man mit seinen eigenen Augen sieht.
Sprich, man muss erst ein wenig austesten, um ein Gespür zu kriegen, wohin
bzw. in welchem Winkel die Aufnahme fokussiert - anderenfalls hat man keine
Kontrolle darüber, was die Kamera nun aufnimmt. Die ersten Bilder unseres
Kollegen etwa zeigten vom Gesicht seiner ihm auf Augenhöhe gegenübersitzende
Interviewpartnerin weniger als die Hälfte. In einem zweiten Testlauf war dann
alles das "auf Band" was sich der Spion in unseren Reihen wünschte, nur
musste er dazu seinen eigenen Kopf zu auffällig nach unten neigen...
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FAZIT:
Die Eagle-i Kamerabrille ist ein nettes Gimmick für allerdings viel zu viel Geld. Knapp 200- Euro kosten die aktuellen Modelle derzeit bei brillenvideo.de. Positiv allerdings: Auch schwaches Kunstlicht reicht für einigermaßen ordentliche Aufnahmen. Negativ hingegen fiel auch noch auf, dass die Bedienung am Bügel anfangs zuviel Fingerspitzengefühl erfordert, sonst nästelt man zu verdächtig herum.zurück zur bzw. weiter mit der fünften und letzten Gewinnspielliste - einfach LINK klicken ;-)
Red.
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