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Kulturtrüffel 2009 - 11. Kandidat

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Zwischen Porno und Pop

Ein Name sei Programm: "Gefrühstückt haben wir alle schon mal, doch nur selten hat es dabei auch geflimmert, Abhilfe schafft Flimmerfrühstück. Es gibt viele Wege, Jazz und Pop miteinander zu verbinden, doch der Weg, den diese jungen Musiker aus Leipzig dabei einschlagen, besticht durch die lockere und unkonventionelle
Heransgehensweise." 

copyright: michael mann

Das Frische daran ist, dass auch ernsthafte Inhalte ihren Platz in den deutschen Texten finden. Von „zu Tode betrübt bis himmelhoch jauchzend“, doch immer leicht verdaulich, ohne jemals banal zu sein. Was dabei auf der Bühne zur Einheit findet, wird
getragen durch die Unterschiedlichkeit der Musiker: So ist Mark im Bebop zu Hause, Lothar in der Kunst des Liedermachens, Karl als Verehrer des Beats und des französischen Chansons und Eva die sich durch den Swing der Leipziger Jazzbands trommelt. Als jüngste Referenzen wirbt die Combo etwa mit folgenden Highlights: "Leipzig-Live (LVZ), Record Release April 2008 („Keine Panik“) 1. Platz Leipzig Courage zeigen 2009, 2. Platz StuRakete Wettbewerb, 3 Platz SoKlingt Record Release September 2009 („Augenwischerei“), Appollo Radio 2009, Mephisto Leipzig, MDR Fernsehen Dabei ab Zwei, erste Deutschlandtour September 2009" Dazu noch ein Auftritt bei der "Gästeliste" unserer Kollegen von Focus-Online, wo unter anderem "Die ganze Welt will Porno", einen Song über das unersättliche Verlangen der Gesellschaft nach Sex, performte.

Die Leipziger Volkszeitung attestierte der studentischen Band übrigens bereits vor einem Jahr, dass ihre Selbsteinschätzung, Songs zu präsentieren, die eine Linie haben, in sich geschlossen und nicht einfach nur ein Sammelsurium von guten Ideen sind, vollends aufgeht: "Das hört man der Musik an. Zum Beispiel 'In all meinen Liedern' vom ersten Album 'Keine Panik', das ein Freund abgemischt hat. Ganz sanft fängt der Bass an. Dann setzen die Besen langsam ein, werden nach und nach stärker und bestimmen zunehmend den Rhythmus. Gemächlich schwebt der Takt vor sich hin – noch ganz sachte und traurig. Plötzlich erklingt das Piano in hellen Tönen, nur um gleich wieder von einer melancholischen Saxophon-Melodie gebrochen zu werden. Mit den ersten Textzeilen aber kommt das Stück beim unverwechselbaren Klang von Flimmerfrühstück an: jazzig und leichtfüßig. Der Sound lädt zwar nicht zum wilden Tanzen oder lauten Mitsingen ein, aber zum leichten Swingen und Nachdenken. Ebenso unbeschwert wie die jazzig-poppige Musik sind die Texte, ohne dabei allerdings banal oder glatt zu werden. Immer schwingen auch sozialkritische Aspekte mit." Und beispielsweise auch die Onlineredak-tion des MDR geriet schon ins Schwärmen: "Ihr Wiedererkennungswert liegt darin, wie sie in charmanter Art und Weise ihre bissig witzigen Songtexte vortragen. Dabei kommen neben poppiger Leichtigkeit auch ernsthafte Themen zur Sprache. Zum Glück kommt das nie schwermütig rüber. Im Gegenteil, die Texte wirken durch die treffsichere Wiedergabe des Alltags oft erheiternd. Am Ende geht jeder Konzertbesucher mit einem guten Gefühl nach Hause."

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PS: Unsere Vorstellungen der Trüffel-Aspiranten beruhen teils auf PR-Materialien ihrer Promoter.