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Kulturtrüffel 2009 - 14. Kandidat

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Queendom Come?!

dpa nennt sie eine "richtige Berliner Asphaltgöre" - und meint, dass die Sängerin Zoe.Leela aus dem immer noch als alternativ geltenden Stadtteil Kreuzberg sich vom pulsierenden Rhythmus der Großstadt inspirieren ließ, "irgendwo zwischen Jazzbeats, urbanen Hip-Hop-Salven und nüchternen Elektro-Sounds".

copyright: michael mann

Fakt ist, sie wurde als Tochter einer Kroatin und eines Italieners in Ulm geboren.Direkt nach dem Abitur tauscht Zoe ihre Heimat in Süddeutschland gegen Berlin ein. Ihr großes Interesse an künstlerischem Ausdruck führt sie an die Nawrot- Reduta- Schauspielschule, wo sie unter Leitung der Professorin Theresa Nawrot ihre Schauspielausbildung beginnt. Diese wird in New York am Lee Strasberg Theatre and Film Institute fortgesetzt, wo schon Schauspieler wie Robert DeNiro, Dennis Hopper, Steve Buscemi, Mickey Rourke und Harvey Keitel absolvierten. Kurz darauf entdeckt Zoe in Berlin eher zufällig die weit vielfältigeren Ausdrucksmöglichkeiten der Musik für sich, besingt und interpretiert bekannte Chanson-Klassiker neu. Prompt zieht sie die Aufmerksamkeit von Dennis Gräf, Gitarrist bei der Crossoverband Such a Surge, auf sich. Zoe beginnt unter seiner Regie erste gemeinsame Songs zu schreiben und aufzunehmen.

Künstlerische Differenzen beenden die musikalische Liaison zwar, doch Zoes Leidenschaft zur Musik bleibt ungebremst. In New York trifft sie den Produzenten Ted Birkey, Mitglied bei Etro Anime, mit dem sie gemeinsam Songs aufnimmt. Zwischen beiden Städten pendelnd, manifestiert sich parallel in Berlin die musikalische Zusammenarbeit mit dem Produzenten Skywax. Die Früchte ihres Schaffens sind größtenteils auf dem vorliegenden Debütalbum "Queendom Come" zu hören.

Einen weiteren urbanen Aspekt erhält Zoe.Leela durch die Zusammenarbeit mit dem Kunstfotografen Tompigs.com. Gemeinsam kreieren die beiden ein Image für Zoe.Leela, in dem die Form selbst ein Teil des Inhalts ist. In diesem Kontext produziert man ein Sujet an Streetart, Flyer, Fotos, Musikvideos und Video Skits. Alles im DIY Charakter, geprägt von dem Glauben an Selbstermächtigung, Selbstorgani-sation, Eigeninitiative, aber auch Improvisation (= Kreativität). Von dem Weg überzeugt Kreativität teilen zu wollen, entschieden sie sich beide für die Veröffentlichung des Debüt Albums Queendom Come auf Rec72.net, einem Kölner Netlabel, das seit 2007 Musik und Visuals kostenlos unter Creative Commons (Schöpferisches Allgemeingut) konsequent verteilt. Unter Ausschluss von Verwertungsgesellschaften, Majorlabels und limitierenden Nutzungsmöglichkeiten.

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