| Kulturtrüffel 2009 - 19. Kandidat |
Jacob Brass ist ein sturer Kopf. Einer, der weiß, was er will. Und was er kann. Ein Singer/Songwriter mit einer klaren Vision. Halbherzigkeit kommt bei so einem nicht in Frage. Seit Jacob Brass (24) Musik macht, also eigentlich sein ganzes Leben lang, darf er sich anhören, wie viel Talent er doch hätte. Dass er tolle Songs schreibt. Dass ihm Texte aus der Feder fließen, die den Begriff Lyrik nicht zu scheuen brauchen. Und sicher mehr als ein Mal, dass er wahnsinnig wäre, eine Karriere als Musiker anzustreben.
![]() |
Stichwort: schwere Zeiten. Stichwort: Geldverdie-nen, Vernünftigsein,
Überdierundenkommen. Jacob Brass hat sich weder von dem einen noch von dem
anderen den Kopf verdrehen lassen, er hat sich die Zeit genommen, die er
gebraucht hat, um das Album zu machen, von dem er seit Jahren träumt.
Stichwort: Vision. Stichwort: Unbeirrbarkeit, Stur-heit, Selbstvertrauen. Und
das schönste dabei ist: Wer Jacob je auf einer Bühne gesehen hat, weiß, dass
nichts ihm fremder wäre als Verbissenheit oder Arroganz. Wer so klar weiß, wo
er steht und warum er da steht, der braucht nicht mehr so zu tun als ob. Der
macht nun einfach seine Musik, und seine Zuhörer fragen sich, wie so ein
reifer Künstler einfach so aus dem Nichts kommen konnte.
Natürlich kommt Jacob Brass nicht aus dem Nichts. Er wuchs in einer sehr
musikalischen Familie in einem Dorf nahe München auf, sein Vater Nikolaus ist
ein preisgekrönter Komponist der modernen Klassik, Jacob und seine
Geschwister lernen Blockflöte, Geige und Cello. Popmusik allerdings ist nicht
gern gesehen im Hause Brass - die muss Jacob sich selbst erschließen. 2007
nimmt er am „Popkurs“ in Hamburg teil, um sich zu wappnen für die große
Aufgabe, der er sich verschrieben hat. Die Professoren Peter Weihe und Anselm
Kluge erkennen sein Talent und schlagen ihn für das Förderprojekt
„Gewächshaus“ der Bertram Pohl-Foundation vor. Brass ist einer der ersten,
der deren Jury überzeugen kann und steht im Jahr 2008 plötzlich mit einem
üppigen Produktionsbudget da für das Album, das er schon immer machen wollte.
Mit Produzent Peter Seifert alias Jem, der sich durch seine Arbeit mit Acts
wie Madsen und Udo Lindenberg einen Namen gemacht hat, nimmt er elf Songs auf
und schreibt mit Steve Sidwell, der schon für Künstler wie Robbie Williams
und die Pet Shop Boys gearbeitet hat, Streicherarrangements. Und dann reist
Jacob Brass nach England, um seine Arrangements vom London Session Orchestra
in die Tat umsetzen zu lassen - in den heiligen Hallen der Abbey Road
Studios.
Und nun steht Jacob Brass nach getaner Arbeit da: Mit einem Album, das ein
ehrliches Spiegelbild einer sensiblen Seele ist, das wahrhaftig und bewegend
offen von den Sorgen, Zweifeln und Leidenschaften eines jungen Lebens
erzählt, das so voll ist von Erfahrungen, die ausgedrückt werden wollen. Im
Titelsong „A Stubborn Child“ (ein stures Kind) zum Beispiel setzt sich Jacob
Brass mit dem frühen Tod seiner eigenen Mutter auseinander - und man hat
selten eine zu Herzen gehendere Beschäftigung mit dem eigenen Schicksal zu
hören bekommen.
zurück zum bzw. weiter zum Geschenketest des Tages - einfach auf den LINK klicken ;-)
PS: Unsere Vorstellungen der Trüffel-Aspiranten beruhen teils auf PR-Materialien ihrer Promoter.