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Advent 2009 - 2. Türchen - Geschenketest

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Steinofenflair auf dem Beistelltischchen

Pizza aus dem Steinofen - viele Lokale locken ihre Gäste mit diesem besonderen Geschmacksversprechen, dass bei Freunden italienischer Küche mit knusprigem Teig assoziiert wird. Diesen fortan auch zu Hause genießen zu können - und zwar ohne Spezialofen im Garten - verspricht ein kompaktes Produkt namens Alfredo. Nach nur vier Minuten soll die köstlichste Teigvariante auf Ihren Teller landen - Vorarbeit exklusive, versteht sich. Wir haben für Sie getestet.

Ein gut vorbereiteter Hefe-Teig, dünn ausgerollt, mit Tomatensoße bestrichen und nach Lust und Laune belegt - ob vegetarisch, sommerlich leicht, herzhaft, deftig, oder mit einer süßen Note: Pizza selber zu machen ist eigentlich keine große Herausforderung. Doch wer einen dünnen knusprigen Teig wie aus dem Steinbackofen schätzt, wird in der heimischen Küche gemeinhin das Nachsehen haben. Erst recht jene Verbraucher, die sattsam bekannte Fertigprodukte zum Aufwärmen nutzen, kennen das Problem: oft passiert es, dass je nachdem womit die Pizza belegt ist, im Backofen der Teig durchnässt und somit latschig statt knusprig auf dem Teller landet. Auf heißen Steinen zu backen hingegen hat generell den Vorteil, dass die Feuchtigkeit während des Backens aufgenommen wird und die Pizzen eben nicht durchweichen. Da die wenigsten Privatküchen aber die Option bieten zusätzlich zum "normalen" Ofen noch einen Spezialherd einzubauen und auch nicht jedermann einen Garten hat, der den imposanten Steingebilden -  die seit Jahren etwa in Baumärkten ab einem hohen dreistelligen Betrag feil geboten werden - Platz böte, erschien uns der Pizzasteinofen Alfredo recht reizvoll. Dass das strombetriebene Gerät natürlich den italienischen Teigfladen natürlich keinen rauchigen Geschmack wie beim Backen mit Holz oder Kohle verleihen würde, hatten wir dabei natürlich kalkuliert.

Der recht kompakte und nicht zu schwere runde Ofen aus dem Hause Bestron ist bequem mit einem Griff zu öffnen, ohne dass man nach dem Backvorgang mit Hitze in Berührung kommt. Da das Gerät oben und unten mit Spiralen bestückt ist, werden Mahlzeiten tatsächlich schnell und gleichmäßig erwärmt - speziell der Pizzateig kam bei unseren Testrunden mit diversen eigenen Kreationen in generell stets mindestens akzeptabler Form zum Vorschein, selbst eine einfache Fertigpizza lieferte brauchbare Ergebnisse.

Ein Alfredo-Set besteht außer dem Ofen aus einer dünnen Steinplatte, einer Antihaftpfanne für Grillen, Backen, Gratinieren und Erwärmen von weiteren Gerichten – beide sind ausgestattet mit hitzebeständigen Tragegriffen – und einem zweigeteilten runden Holzspachtel. Das Backen selbst geht einfach vonstatten: Teig ausrollen (ca. 30 cm) und am Besten vor dem Belegen den Holzspachtel darunter schieben, denn es gestaltet sich sonst als recht kompliziert eine dünn ausgerollte, belegte Pizza auf das Holz zu legen. Währendessen wird der Ofen mit dem Stein auf niedriger Stufe aufgeheizt. Nach Erlischen der Kontrolllampe, wird das Gerät aufgeklappt, der Teig mit Hilfe der Spachtel auf die Steinplatte gelegt. Vorsicht: Der Teig darf bis dahin nicht lange liegen, er wird ansonsten weich, fängt an zu kleben, was der Idee einer knusperdünnen Pizza natürlich zuwiderläuft. Beim Backen dann wird die Heizstufe erhöht und in vier bis fünf Minuten - am besten sollte man immer wieder kontrollieren, denn je nach Teigdicke und Belag kann die Zeit etwas kürzer oder länger sein - ist das Essen, das wiederum mit Holzspachteln auf den Teller befördert werden kann, fertig. Wird der Stein vor dem Backen nicht aufgeheizt, bleiben Teigreste kleben. Dass er sich mit der Zeit verfärbt, liegt in der Natur des Schamotts. Wichtig: Angebrannte Reste darf man  nicht einfach abschruppen, diese müssen eine Stunde lang erst weg gebrannt werden und sind dann leicht abzufegen.

FAZIT: Die Handhabung des bei shopping-jawo.de knapp 60 Euro teuren Pizzasteinofens Alfredo hat einen nicht zu unterschätzen-den Haken: wer mit seinem selbst gemachtem Teig gleich einige Gäste nacheinander verwöhnen will, muss die ganze Zeit in der Küche bleiben, denn es funktioniert nicht, wie beim Backofen, dass man mehrere Bleche vorbereitet und diese nacheinander in den Ofen schiebt. Der Reinigungsvorgang erweist sich als Stromfresser, aber das Geschmackserlebnis und die Zeitersparnis zum klassischen Vorheizen sind Pluspunkte.

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Red.

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