| Advent 2009 - 6. Türchen - Geschenketest |
Wer ist nicht als Kind bei einem Kirmesbesuch bei Ständen hängen geblieben, wo ein Mann wie ein Zauberer aus einer großen Schüssel fast durchsichtige Fäden mit einem Holzstäbchen zu ballgroßen wolkigen Knäueln auffing? Wie gut das doch roch und schmeckte - schlichtweg eine süße Versuchung ! Ob und wie man sich mit einer kleinen Zuckerwattemaschine in diese Stimmung versetzten kann, haben wir für sie getestet.
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Am Anfang stand ein kleiner Kraftakt: Der von der Techgalerie gelieferte Karton ließ beim besten Willen nicht vernünftig öffnen, so musste ein Messer her, das trotz vorsichtigster Handhabung die Gebrauchsanleitung ankratze - so dicht zusammengepackt in einer der lächerlichsten Kartonagen die uns im Leben begegnet sind war die Ware - immerhin hat bei unserer "Operation" das Stromkabel der dann erfreulich handlich erscheinenden Zuckerwattemaschine nix abgekriegt.
Das Gerät selbst besteht aus einem Sockel mit Motor, einer Heizung und einer Auffangschüssel aus Plastik; die Bedienungsanleitung auf Deutsch und Französisch ist leicht und verständlich; der "Aufbau" bzw. die Vorbereitung ist schnell abgeschlossen: Verpackungsmaterial entfernen, Auffangschale und Spindel reinigen, gut abtrocknen, alles zusammenstecken und an den Strom anschließen. Mittels Kippschalter kann die Zuckerwattemaschine bedient werden. Als erstes soll das Gerät für etwa fünf Minuten warm laufen - eine automatische Abschaltfunktion gibt es hier nicht. Ist die Scheibe dann wieder zum Stillstand gekommen, sollen drei Teelöffel Kristallzucker in die Mitte des Spindel platziert werden, ein Plastikzuckerverteiler ist mitgeliefert - falls man keinen Teelöffel zur Hand haben sollte vielleicht nützlich, uns wäre als Dreingabe ein Utensil um die Zuckerwatte mit einem Stäbchen oder ähnlichem Aufzufangen sinnvoller erschienen, zumal das Produktfoto, welches wir 1:1 übernommen haben ja auch irgendwie suggeriert, dass zwei bunte Tütchen wenigstens mit zur Grundausstattung gehören.
Zurück zum Handling: Man muss hier in jedem
Fall sehr gut aufpassen, dass kein Zucker auf der Scheibe selbst liegt, denn
wenn man danach das Gerät einschaltet, fliegen überflüssige winzige Kristalle
in Ihrer Küche herum. Etwa nach drei-vier Minuten zieht der Zucker die ersten
Fäden, und dann heißt es, sie ganz schnell und geschickt aufzufangen.
Immerhin einen "Tipp" hält der Hersteller parat: es empfehle sich ein wie
eine enge Tüte zusammengerolltes lebensmittelech-tes Papier, wir haben lange
Holzspieße genommen. Etwas Übung macht den Meister heißt es, und während
unsere ersten beiden Zuckerwattenwölkchen noch ziemlich mickrig aussahen, war
die dritte Portion denn auch tatsächlich so ähnlich wie auf der Kirmes, nur
deutlich kleiner.
Kurzum: diese Maschine ist nicht wirklich für nennenswerte Mengen ausgelegt -
wenn Sie jetzt denken, na dann arbeite ich die beim nächsten Kindergeburtstag
Schlange stehenden Schlek-kermäuler halt der Reihe nach ab: der Hersteller
empfiehlt nach spätestens 20 Minuten Laufzeit das Gerät dringend mindestens
10 Minuten abkühlen zu lassem. Immerhin: an der Qualität der gewonnenen
Zuckerwatte ist nichts auszusetzen. Natürlich ist es auch möglich den Zucker
mit Lebensmittelfarben und -aromen zu vermischen, dann hat man auch
geschmacklich und farblich verschiedene süße Wölkchen. Ebenfalls positiv, die
Reinigung ist einfach: Spindel und Schüssel werden abgenommen und gespült,
Letztere kann man gar in die Spülmaschine stecken.
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FAZIT: Rund 30 Euro kostet diese Zuckerwattemaschine bei Techgalerie.de, an die man keine große Ansprüche stellen sollte: das Gerät ist bestenfalls für eine Kleinfamilie geeignet. Zudem nervt es, den in der ganzen Küche zerstreuten Zucker aufzufegen, denn auch wenn man ihn genau in die Mitte der Spindel tut, fliegen bei der ersten Beschleu-nigung einige Körnchen auch aus der Vertiefung heraus. Ein Pluspunkt hingegen ist die recht einfache Handhabung.
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Red.
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