![]() |
| Kinderbuch - Tipps - 21.10.2011 |
Meine Schwester ist blöd
Ein kleines Mädchen wünscht sich nichts sehnlicher als einen Hund.
Stattdessen bekommen seine Eltern ein Baby. Während die ältere Schwester sich
um den kleinen Buben reißt, findet die jüngere alles und jeden nur mehr blöd.
Vergeblich versucht sie ihre Eltern und die beiden Omas weiter von den
Vorzügen eines Hundes zu überzeugen. Da die Familie aber in einer Großstadt
lebt, stehen die Chancen gleich Null. Und nun wollen die Eltern auch noch
umziehen, so verliert die Kleine gar ihre beste Freundin. Doch im größten
Schmerz kommt ausgerechnet der blöden Schwester eine gute Idee ... Eine
herrlich witzige Geschichte.
Ich brauche mein Monster
Unter dem Bett vom kleinen Tom wohnt ein schreckliches Monster namens Nick.
Vor jedem Schlafengehen bringt er den Jungen zum Gruseln. Eines Abends aber
findet Tom nur einen Zettel, Nick sei fischen gegangen und komme erst in ein
paar Tagen zurück. Ohne sein Monster kann der Junge aber nicht einschlafen,
und so ruft er nach anderen Erschreckern. Die kommen auch, ein Monster nach
dem anderen, aber keines ist so grausig wie Nick. Tom wird zunehmend traurig,
bis er das vertraute Schnauben unter dem Bett wahrnimmt. Wunderschön erzählt
und ebenso gezeichnet.
Till Eulenspiegels lustige Streiche
Seit Jahren widmet sich Regisseur und Komponist Marko Simsa neuen Konzepten,
Kindern unangestrengt klassische Musik erfahrbar zu machen, vorzugsweise
eingebettet in humorvoll erzählte Geschichten. Neben Konzerten setzt er dabei
auf mit CDs ausgestattete Bücher, um einschlägige Musikstücke und
-instrumente näher zu bringen. Das funktioniert auch mit Richard Strauss’
sinfonischer Dichtung über Till Eulenspiegel – die lustig bebilderte
Geschichte enthält an diversen Stellen Querverweise auf passende Tracks der
CD, die aber auch als selbstständiges Hörbuch genossen werden kann.
Anspruchsvoll, aber nicht überfordernd.
Pustekönig
Was tun, wenn der Kakao noch zu heiß ist, um ihn zu genießen; oder wenn die
Luft nicht reicht, um alle Geburtstagskerzen auf einmal auszublasen? Ganz
einfach: Man ruft den Pustekönig – mit einem Zauberspruch: „Puste,
Pustekönig! Puste nicht zu wenig, puste nicht zu feste, ich will nur das
Beste!“ Dann nämlich kommt ein kleines Kerlchen mit seiner roten Trompete im
Mund auf einem Einhorn angeritten und macht Seifenblasen, die riesig werden,
ohne zu platzen, oder kühlt eben heiße Getränke auf Trinktemperatur. Und wenn ihm selbst auch
mal die Luft ausgeht, eilt in diesem liebevoll illustrierten Gedicht von
Erwin Grosche die Pustekönigin zu Hilfe.
Was kann das sein – Früchte?
Was kann das sein – Essen?
Zwei große Äpfel zieren die rechte linke Buchseite. man die rechte Seite
auseinander, wird aus dem Apfel jedoch das knallrote Ohr eines kleinen Affen.
Nach und nach verwandeln sich an anderer Stelle Trauben in eine Maus, Möhren
in lange Hasenohren, ein grüner Kürbis in einen Riesenfrosch und eine
Erdbeere – kaum zu glauben – in eine Pferdeschnauze. Der Japaner Yusuke
Yonezu hat sich diese sehr lustigen Verwandlungsspielereien ausgedacht, bei
dem kleine Bücherfreunde nicht nur auf lustige Entdeckungsreise im Tierreich und
Nahrungssektor gehen können, sondern nebenbei auch neue Wörter lernen können.
(Red.)